Verbreitete Ursachen von Haarausfall und seine Behandlung

Februar 22, 2022

Verbreitete Ursachen von Haarausfall und seine Behandlung

Haare zu verlieren ist normalerweise kein Grund zur Sorge, kann aber trotzdem beunruhigend sein. Einige Arten von Haarausfall lassen sich durch Behandlungen heilen.

Die Ursachen von Haarausfall

Es ist völlig normal, täglich zwischen 50 und 100 Haare zu verlieren. Meistens bemerken wir es nicht einmal. Manchmal ist der Haarausfall jedoch ein Anzeichen für eine Krankheit. 

Einige Arten von Haarausfall sind dauerhaft, wie die männliche und weibliche Glatzenbildung. Diese Art von Haarausfall tritt meist gehäuft in Familien auf.

Andere Arten von Haarausfall können vorübergehend sein. Sie können folgende Ursachen haben:

  • Krankheit
  • Stress
  • Krebsbehandlungen
  • Gewichtsverlust
  • Eisenmangel

Man sollte zum Arzt gehen, wenn der Haarausfall plötzlich auftritt, wenn sich kahle Stellen entwickeln, die Haare büschelweise ausfallen, die Kopfhaut juckt und brennt oder man sich wegen des Haarausfalls Sorgen macht.

Der Hausarzt oder Internist sollte in der Lage sein, die Ursache für Ihren Haarausfall zu erkennen, indem er eine Blickdiagnose stellt und nach anderen Symptomen fragt.

Die Behandlung von Haarausfall

Die meisten Fälle von Haarausfall sind medizinisch gesehen keine Bedrohung für die Gesundheit. Oft ist Haarausfall nur vorübergehend und die ausgefallenen Haare werden später wieder nachwachsen.

Bei Männern ist der Haarausfall ein normaler Bestandteil des Älterwerdens, besonders wenn eine erbliche Neigung dazu besteht. Wenn eine Krankheit den Haarausfall verursacht hat, wachsen die Haare normalerweise wieder nach, wenn man sich davon erholt hat.

Haarausfall hat jedoch auch eine psychologische Seite und die meisten Menschen wünschen sich volles Haar, um gut auszusehen. Inzwischen gibt es eine Reihe von wirksamen Behandlungen gegen Haarausfall, wobei die Erfolgsaussichten von mehreren Faktoren abhängen. Keine Behandlung ist zu 100 % wirksam.

Die gesetzlichen deutschen Krankenkassen zahlen manchmal für Behandlungen gegen Haarausfall, besonders bei Frauen, für die der Verlust des Haares eine besondere psychische Belastung bedeutet. Auch wenn die Krankenkasse nicht zahlt, gibt es einige kostengünstige und wirksame Behandlungen.

Die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil sind die wichtigsten Mittel zur Behandlung des Haarausfalls, besonders bei Männern. Minoxidil kann auch zur Behandlung von weiblichem Haarausfall eingesetzt werden. Frauen sollten Finasterid jedoch nicht verwenden.

Die Behandlungen mit diesen Wirkstoffen haben gemeinsam, dass sie sich nicht für jeden eignen, nur während der Periode der Anwendung wirken und normalerweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. 

Finasterid ist eher unter seinem Handelsnamen Propecia bekannt. Es wirkt gegen erblich bedingten Haarausfall, kann aber erhebliche Nebenwirkungen haben, weil es den Stoffwechsel beeinflusst. Finasterid vermindert die 5-Alpha-Reduktase in den Zellen. Diese ist für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron zuständig. In einschlägigen Foren gibt es viele Berichte von Männern, die mit Finasterid Erfahrungen gesammelt haben.

Minoxidil ist vor allem unter dem Markennamen Regaine bekannt. Es ist sehr wirksam, wenn der Haarausfall erst seit kurzem besteht. Die Wirkung besteht in der Anregung der Haarfollikel, neue Haare zu bilden. 

Andere Behandlungen gegen Haarausfall

Außer diesen gebräuchlichen Behandlungen sind eine Reihe anderer Behandlungen möglich, von denen einige recht kostspielig sein können. Das reicht von der Injektion von Steroiden in die kahlen Stellen, Immuntherapien und chemische Behandlungen bis zu Lichtbehandlungen und Tätowierungen, die wie sehr kurze Haare und Augenbrauen aussehen. 

Am kostspieligsten sind Haartransplantationen. Dabei werden Haare am Hinterkopf entnommen und an die kahlen Stellen verpflanzt. Weitere mögliche chirurgische Eingriffe sind Operationen zur Verkleinerung der Kopfhaut. Dabei werden die Teile der Kopfhaut mit Haaren gestreckt. Auch künstliches Haar lässt sich chirurgisch einpflanzen. 

Psychologische Unterstützung

Für viele Menschen ist der Verlust der Haare eine große Belastung. Sie sehen das Haar als wichtigen Bestandteil ihres Äußeren und ihrer Persönlichkeit. Für diese Menschen kann es Hilfreich sein, sich von einem Psychologen oder Psychotherapeuten unterstützen zu lassen oder sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder in einem Forum aktiv zu werden.





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