Nanoring vs. Microring Extensions: Was ist der Unterschied?
Wer sich für Haarverlängerungen ohne Wärme und Kleber interessiert, landet früher oder später bei zwei Begriffen: Microring und Nanoring Hair Extensions. Beide Methoden arbeiten mit kleinen Metallringen, beide gelten als schonend – und trotzdem gibt es Unterschiede, die für dein Ergebnis entscheidend sein können.
In diesem Vergleich erfährst du, wie beide Techniken funktionieren, worin sie sich unterscheiden und für welches Haar welche Methode besser passt.
Das Prinzip: Haarverlängerung mit Ringen
Bei beiden Methoden wird die Extensions-Strähne mechanisch am Eigenhaar befestigt – über einen kleinen Ring, der zusammengedrückt wird. Das bringt gemeinsame Vorteile:
- Keine Wärme. Anders als beim Keratin Bonding wird das Haar nicht erhitzt.
- Kein Kleber. Anders als bei Tape-In kommt kein Klebstoff zum Einsatz.
- Gut wiederverwendbar. Die Ringe lassen sich öffnen, die Strähnen hochsetzen und erneut verwenden.
Der Unterschied liegt in der Größe der Verbindung und im Aufbau der Strähne
Microring Extensions: Die bewährte Standardmethode
Bei der Microring-Technik (auch Microbead oder Micro-Loop genannt) wird eine Strähne Eigenhaar zusammen mit der Extensions-Strähne durch einen Ring gezogen. Anschließend wird der Ring mit einer Zange zusammengedrückt. Microringe sind etwas größer und bieten soliden Halt – auch bei dichtem, kräftigem Haar.
Die Technik ist seit Jahren etabliert und wird in nicht zu vielen Salons noch angeboten.
Nanoring Extensions: Die kleinere, unauffälligere Variante
Nanoring Extensions funktionieren nach einem ähnlichen Grundprinzip, aber mit deutlich kleineren Verbindungen. Jede Strähne hat ein spitzes Bonding mit einer eingearbeiteten dünnen Drahtschlaufe. Beim Anbringen wird der Nanoring mit einer Nanoring-Nadel an den Haaransatz geschoben, die Drahtschlaufe wird in den Ring gesteckt und zugezogen – fertig.
Das Ergebnis: Eine der kleinsten Verbindungsstellen am Markt. Das ist besonders spannend bei feinem Haar, bei dem große Ringe auftragen würden.
Nanoring vs. Microring im direkten Vergleich
| Kriterium | Nanoring | Microring |
| Ringgröße | Sehr klein (z. B. 2,5 mm ohne Silikon, 3 mm mit Silikon) | Etwas größer 4-5 mm|
| Sichtbarkeit | Besonders unauffällig | Gut verdeckt (fast), und etwas größer |
| Anbringen | Meist schnell, vor allem mit vorgeladenen Ringen | auch schnell |
| Wärme/Kleber | Nein | Nein |
| Wiederverwendbar | Sehr gut | Sehr gut |
| Eignung für Verdichtung | Sehr gut (z. B. 25–75 Strähnen) | Gut |
Die Ringgrößen stammen aus unserem Sortiment: Nanoringe ohne Silikon haben 2,5 mm Außendurchmesser, Nanoringe mit Silikonschutz 3,0 mm. Das Innenfutter aus Silikon schützt das Eigenhaar vor dem Metallkontakt und verbessert den Halt.
Welche Methode passt zu welchem Haar?
Feines, dünnes oder weiches Haar
Empfehlung: Nanoring. Die kleinen Ringe tragen weniger auf und fallen bei feinem Haar weniger auf. Außerdem belastet das geringere Gewicht der einzelnen Strähne den Ansatz weniger.
Wenig Haar, viel Volumen gewünscht
Empfehlung: Nanoring, in Kombination mit einer sorgfältigen Platzierung. Für reine Haarverdichtung reichen oft schon etwa 25 Nanoring-Strähnen, für eine komplette Verlängerung rechnet man je nach Länge mit etwa 125 bis 200 Strähnen.
Du möchtest einen schnellen Termin
Empfehlung: Nanoring mit vorgeladenen Ringen. Pre-Loaded Nanoringe mit Silikonschutz sind auf dem Draht vorgespannt und beschleunigen das Anbringen.
Haltbarkeit und Hochsetzen
Beide Methoden werden in der Regel alle drei bis acht Woche hochgesetzt, weil dein Eigenhaar nachwächst. Dafür wird kein Rebonding benötigt – die Ringe werden geöffnet, die Strähnen weiter oben neu eingesetzt. Mit guter Pflege kannst du Nanoring Extensions insgesamt etwa sechs bis 18 Monate tragen.
Wie du die Ringe schonend entfernst, erfährst du in unserem Ratgeber Nanoring Extensions entfernen
Für wen sind beide Methoden nicht geeignet?
Weil beide Techniken mit Metallringen arbeiten, gibt es zwei Einschränkungen:
- Nickelallergie. Wer allergisch auf Nickel reagiert, sollte eine andere Methode wählen.
- Geplante MRT-Untersuchung. Metallische Teile müssen vorher entfernt werden. Plane den Termin entsprechend ein.
Mehr dazu liest du im Artikel Haarverlängerung im MRT und RTG
Welche Werkzeuge brauchst du?
- Nanoring: Nanoringe (mit oder ohne Silikon), Nanoring-Nadel, Nanoring-Zange und bei Bedarf eine Removerzange
- Microring: Microringe, Einfädelnadel und Zange
Beide Techniken sollten von einer erfahrenen Stylistin angebracht werden. Wer das nicht routiniert tut, riskiert ungleichmäßige Verbindungen und Haarbruch.
Fazit
Nanoring und Microring teilen die wichtigsten Vorteile: kein Kleber, keine Hitze, gute Wiederverwendbarkeit. Nanoring punktet mit kleineren, unauffälligeren Verbindungen und ist die erste Wahl bei feinem Haar.
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